[Trinitatis-Kirche] [Wendelinus-Kapelle]
   

Die Trinitatis-Kirche

Unsere Kirche mit dem dreieckigen Grundriss und der auffälligen Dachkonstruktion ist Mittelpunkt der evangelischen Gemeinde und gehört längst zum Stadtbild Klingenbergs. Ihre Dreiecksform erinnert an die Dreieinigkeit Gottes, ihr zeltartiges Dach vermittelt im Inneren Wärme und Geborgenheit.

 

Anschrift: Jahnstraße 2, 63911 Klingenberg a.Main.
Anfahrt und Lageplan finden Sie im Stadtplan Klingenberg.

Geschichte

Seit 1927 versammelten sich die evangelischen Christen Klingenbergs im sog. "Betsaal" und hielten dort ihre Gottesdienste ab.

Dieser Saal war in den sechziger Jahren zu klein geworden, so dass mit der Planung einer eigenen Kirche begonnen wurde. Am 9. Mai 1965 konnte bereits der Grundstein gelegt werden. Die Bauarbeiten gingen zügig voran und am 23. September 1965 wurde die Turmspitze - ganz aus Holz und 18,5 m lang - auf den gemauerten Unterbau aufgesetzt. Am Tag darauf wurde das Richtfest gefeiert. Im Beisein zahlreicher Gemeindeglieder wurden am 1. März 1966 die vier Glocken in Sinn bei Wetzlar gegossen. Sie tragen die Aufschrift aus Jes 6,3 "Heilig, heilig, heilig ist Gott." Am Trinitatissonntag, 5. Juni, 1966 weihte Oberkirchenrat Koch aus Ansbach die Trinitatiskirche ein.

Architektur

Die Trinitatiskirche geht zurück auf den Münchner Architekten Franz Gürtner. Er konzipierte eine Kirche, die im Grundriss und in all ihren Bauelementen das Grundsymbol der göttlichen Dreieinigkeit - das Dreieck - enthalten sollte. An verschiedenen weiteren Stellen wurde mit dieser Grundform gespielt. Das Dreieck selbst finden wir auch in den seitlichen Glasfenstern wieder, wohingegen das zum Sechseck erweiterte Dreieck Glockenturm, Dachflächen, Hauptfenstern, Kanzel und Altarpodest prägt.
Auch die Dreieckspyramide der tragenden Dachkonstruktion verweist auf den trinitarischen Bezug.

Das Reißl-Altarfenster

Das Trinitatis-Altarfenster aus Betonglas wurde von dem Münchner Glaskünstler Josef Reißl entworfen. Es nimmt ebenso das Trinitatismotiv auf. Die drei göttlichen Personen werden anhand dreier Augen dargestellt, die durch weitere Symbole näher bestimmt werden. Gott Vater als Auge umgeben vom Symbol des göttlichen Dreiecks, Gott-Sohn als von einem roten Kreuz umrahmtes Auge und der Heilige Geist als Auge inmitten bunter Pfingstflammen. Die Flammen, vom Vater ausgehend, verbinden gleichzeitig die drei göttlichen Personen. Sie umschließen das ganze Fenster. Zur Mitte hin geht die lebhafte Farbgebung des Fensters in ein immer ruhiger werdendes Blau über, das den Betrachter die Transzendenz Gottes erahnen lässt.

 

Die Klop-Holzorgel

Besondere Aufmerksamkeit verdient die neue Klop-Holzorgel, die am 21. April 2002 in der Trinitatiskirche eingeweiht wurde. Nach dem Vorbild italienischer Renaissance-Orgeln baute sie Gerrit und Henk Klop im niederländischen Garderen. Das Gehäuse ist aus massiver Eiche, die Pfeifen aus Zedern- und Nussbaumholz gefertigt, wodurch ein besonders warmer Klangeindruck entsteht. Die 525 Pfeifen sind in elf Registern zusammengefasst. Äußerlich nimmt sie die Form des Altarfensters auf.

 

Öffnungszeiten

Freitag bis Sonntag: 10-17 Uhr
von April bis September

Gottesdienst: So. 9.30 Uhr

   
 

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